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Applaus trotz Niederlage

Gegen das zweitplatzierte Sm’Aesch Pfeffingen gab es für Volley Toggenburg am Samstag zwar keine Punkte, aber das Resultat von 0:3 täuscht – einmal mehr – über den tatsächlichen Spielverlauf hinweg. Das Publikum bekam deutlich mehr geboten, als es das klare Resultat vermuten lässt.

Aufgrund von Verletzungssorgen eröffnete Detlev Schönberg die Partie mit ein paar Veränderungen. Lia Capraro spielte auf der Diagonalposition und auf der Aussenposition rückte Eigengewächs Cosima Wildberger neben Leoni Kunz in die Startaufstellung nach. Am Pass spielte erstmals Theresa Beer. Trotz wenig Eingewöhnungszeit harmonierte die neue Formation bereits gut. Gut spürbar war, dass die verletzte Passeuse Jil Joos die letzten Tage ihren Ersatz aus Österreich in die Spielformationen und Taktik zusätzlich zu den Coaches einführte. Volley Toggenburg entwickelte viel Druck über die Aussenpositionen. Bis zum Stand von 16:16 hielten die Wattwilerinnen gut mit. Das Spiel erinnerte an das Hinspiel, in dem Toggenburg sogar in zwei Sätzen in Führung war und zwei Sätze ganz knapp abgeben musste. Der Satz kippte erst, als mehrere Annahmen wackelten und Sm’Aesch mit der brillant aufspielenden Emma Ellis den Satz für die Baslerinnen ins Trockene brachte.

Auch im zweiten Durchgang spielte Toggenburg lange Zeit auf Augenhöhe mit den Favoritinnen. Zwar geriet die Annahme phasenweise ins Wanken, doch die Offensive blieb gefährlich. Da das Heimteam vehement um die Bälle kämpfte, zogen sich auch die Ballwechsel entsprechend in die Länge. Häufig brauchte Aesch mehrere Versuche, um den Punkt zu erzielen. Den Unterschied machte am Satzende erneut Emma Ellis, die mit einem Geschoss der Extraklasse den zweiten Satz zum 25:21 entschied.

Voller Einsatz
Im dritten Satz erhöhte Aesch das Tempo und reagierte auf die unerwartet hartnäckige Gegenwehr. Vor allem deren schnelle Angriffe über die Mitte konnte Volley Toggenburg nicht viel entgegensetzen. Doch nun konnte sich die Verteidigung beim Heimteam auszeichnen. Libera Viviane Habegger glänzte mit mehreren spektakulären Rettungsaktionen und hielt ihr Team im Spiel. Toggenburg verteidigte leidenschaftlich, zeigte schöne Kombinationen und zwang den Favoriten immer wieder zu Zusatzarbeit. Dass aber auch der dritte Satz am Schluss an die Baslerinnen ging, lag einmal mehr, man ahnt es, an der amerikanischen Topangreiferin bei Sm’Aesch: Emma Ellis.

Raiffeisen Volley Toggenburg überzeugte das Publikum an diesem Abend mit grossem Engagement, Tempo und Spielfreude. Trotz der Niederlage gab es auch zufriedene Gesichter in der Halle und Applaus vom Publikum. Da der direkte Konkurrent um den achten Platz Genf in Cheseaux einen Punkt holte, ist der Abstand auf die Playoffqualifikation nun auf fünf Punkte angestiegen. Es bleiben den Toggenburgerinnen noch drei Partien, die letzte gegen Genf zu Hause.

Raiffeisen Volley Toggenburg – Sm’Aesch Pfeffingen 0:3
Sätze: 18:25, 21:25, 19:25

Raiffeisen Volley Toggenburg: Theresa Beer, Lia Capraro, Leoni Kunz, Alina Marty, Cara Lewis, Cosima Wildberger, Viviane Habegger / Laura Gassmann, Tessa Güssow (eingewechselt) / Adiva Joseph, Darija Ilic, Jette Kleipa / verletzt: Heba Sol Stefansdottir, Jil Joos, Efa Masoura

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