
Raiffeisen Volley Toggenburg konnte sich im Angriff zu wenig durchsetzen.
(Bild: Matteo Rusca)
Raiffeisen Volley Toggenburg verliert das Nachtragsspiel gegen VBC Cheseaux mit 0:3. Die Partie bot nur zu Beginn etwas Ausgeglichenheit. Danach fehlten bei den Wattwilerinnen Konstanz und Durchschlagskraft im Angriff.
Zu Beginn des ersten Satzes entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit mehreren Führungswechseln. Zuerst war es Cheseaux, welches von 6:5 zum 6:10 davonzog. Dann reagierte Raiffeisen Volley Toggenburg und drehte den Spielstand zwischenzeitlich wieder zum 12:10. Beide Teams bekundeten Mühe in der Annahme, obwohl die Services weder besonders druckvoll noch speziell platziert gewesen wären. Offensiv agierte Volley Toggenburg fehleranfällig und platzierte so manchen Ball im Aus. Allerdings konnten die Waadtländerinnen ihrerseits kaum Profit daraus schlagen, weil auch ihre Angriffe zu eindimensional waren und sie praktisch nur durch ihre Topscorerin Geddes zu Punkten kamen. Nicht weniger als 4 Versuche benötigten die Gäste, um den ersten Satz mit 25:21 für sich zu entscheiden.
Cheseaux erhöht Tempo
Im zweiten Durchgang erhöhte Cheseaux das Tempo im Zuspiel deutlich. Die schnellen Bälle über Aussen führten wiederholt zu direkten Punkten. Auch Ashley Ekes kam nun besser ins Spiel und stellte die Toggenburger Verteidigung vor Probleme. Die Annahme beim Heimteam war instabil, die fehlende Wirkung im Angriff entwickelte sich zum Matchkiller. Es fehlte an Druck, Präzision und Durchsetzungsvermögen, was es Cheseaux leicht machte, die Bälle im Spiel zu halten. Der Satzgewinn der Gäste geriet nie ernsthaft in Gefahr, auch wenn erneut mehrere Satzbälle zum Satzgewinn nötig waren.
Keine Geschenke für Toggi
Im dritten Satz starteten die Gäste in einer neuen Formation. Nach der Führung von 7:0 für Toggenburg, wechselte der Coach zur Stammformation zurück. Damit stabilisierte sich das Spiel von VBC Cheseaux, welches wieder zum 7:7 ausgleichen konnte. Leider blieben die eigenen Angriffe der Wattwilerinnen zu oft in der Verteidigung der Waadtländerinnen hängen. Diese blieben ihrem Prinzip treu und punkteten weiterhin fleissig über die Position 4 (links aussen). Die Ballwechsel wurden länger, allerdings nahm die Qualität des Spiels eher ab. Bild das Score ausgeglichen, konnte sich Cheseaux in der Schlussphase absetzen und entschied den Satz mit 25:21.
Damit kann sich Toggenburg nicht mehr für die Playoffs qualifizieren. Am Samstag, 14. Februar (17.30), kommt es in der Sporthalle Rietstein zum Kräftemessen gegen Tabellennachbar Genf, wo noch eine Rechnung offen ist. Am 21. Februar starten die Playouts gegen die Volley Academy Zürich, welche in einer Best-of-5 Serie gespielt werden.
Raiffeisen Volley Toggenburg – VBC Cheseaux 0:3
Sätze: 21:25, 18:25, 21:25
Raiffeisen Volley Toggenburg: Theresa Beer, Lia Capraro, Leoni Kunz, Alina Marty, Cara Lewis, Cosima Wildberger, Viviane Habegger / Laura Gassmann, Adiva Joseph, Tessa Güssow, Matilda Vollmer (eingewechselt) / Darija Ilic / verletzt: Heba Sol Stefansdottir, Jil Joos, Efa Masoura

Viviane Habegger wurde MVP: Gratulation von Erich Oberholzer, Raiffeisen Mittleres Toggenburg


