Raiffeisen Volley Toggenburg reiste zum Auftakt der Meisterschaft zum Titelaspiranten VC Kanti Schaffhausen. Am Ende liessen die Favoritinnen mit einem 3:0 nichts anbrennen.
Kanti steigt mit starken Services und Blockpunkten in die Partie. Toggenburg nimmt beim Stand von 2:6 sein erstes Time-out. Die Wattwilerinnen tun sich noch etwas schwer im Angriff, nachdem sie gleich zu Beginn mehrmals am Block des Gegners scheiterten. Nach einem 5:10 legt Kanti vor auf 9:15. Die Duelle am Netz gehen dabei oft an Kanti. Das zweite Time-out der Gäste erfolgt bei 10:20. Es kann den Flow der Schaffhauserinnen nicht stoppen. Symptomatisch für den ersten Satz geht dieser nach einem Blockpunkt mit 25:16 an das Heimteam.
Erste Chancen ungenutzt
Der zweite Satz kennt nun längere Ballwechsel, wobei Kanti meist die Oberhand behält. Toggenburg benötigt meist einen zweiten Ball, um zu punkten. Dennoch, die Gäste servieren besser und zeigen Varianten im Angriff. Zwar nimmt Kanti gut an und kann weiterhin Druck am Netz machen, aber Schaffhausen Coach Nick Neubauer muss sein erstes Time-out bei 15:12 nehmen, zu nahe kommen ihm die Wattwilerinnen. Dann unterlaufen Toggenburg gleich zwei, drei Eigenfehler und Kanti punktet seinerseits über Mitte und Aussen kompromisslos. Eraldo Buonavita, der die Toggenburgerinnen diese Saison anleitet, ordnet neu und nimmt ein Time-out bei 13:20. Das ändert nichts daran, wie Kanti die Angriffe ins Feld platzieren kann und sich mit 25:17 zum Ende des Satzes wieder deutlicher absetzt.
Toggenburg kämpft
Das Glück des Tüchtigen gehört zu Beginn des dritten Satzes definitiv nicht Wattwil. In längeren Ballwechseln und trotz guter, hartnäckiger Verteidigung punktet Kanti, insbesondere schnell über Anna Hartig, die neue Mittespielerin bei Schaffhausen. Bis zum 4:8, wo Maia Rackel sie blocken kann. Ungenauigkeiten und Schwierigkeiten in der Annahme zwingen Eraldo Buonavita ins zweite Time-out beim Stand von 6:14. Toggenburg wird punktemässig für seinen engagierten Auftritt schlecht belohnt. Wattwil gibt nicht auf und holt in der zweiten Hälfte des Satzes gleich zweimal mehrere Punkte hintereinander auf sein Konto. Aus einem 8:21 wird ein 14:23. Was das Heimpublikum (623 Zuschauerinnen und Zuschauer) erwachen lässt und die Favoritinnen nochmals kräftig anheizt. Das Team von Buonavita kämpft. Doch Schaffhausen macht – wie könnte es anders sein – mit einem Blockpunkt den Sack am heutigen Tag mit 25:14 zu.
«Wir wollten heute den ersten Satzgewinn in der Geschichte von Toggenburg hier in der NLA in Schaffhausen nach Hause holen. Das haben wir nicht erreicht, aber wir konnten phasenpheise auch zeigen, zu was wir fähig sind», resumiert Buonavita sein erstes Spiel mit Toggenburg in der NLA.
Am Sonntag, 18. Oktober, spielt Raffeisen Volley Toggenburg das erste Heimspiel der Saison (16.30 Uhr, Sportanlage Rietwis). Zu Gast sind die Aufsteigerinnen des BTV Aarau, die in der ersten Runde gegen Sm’Aesch Pfeffingen beim 2:3 ihren in der Clubgeschichte ersten Punkt in der NLA am Wochenende holten.
VC Kanti Schaffhausen – Raiffeisen Volley Toggenburg – 3:0
Sätze: 25:16, 25:17, 25:14
Raiffeisen Volley Toggenburg: Jil Joos, Alina Marty, Laura Gassmann, Nataliya Herasymiv, Josefine Oines, Ema Stikic, Maia Rackel, Alina Morandi; Lara Özdemir. Nicht im Aufgebot: Felicitas Simma (krank)


