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Playout-Auftrakt nicht wie gewünscht


Raiffeisen Volley Toggenburg verliert das Auftaktspiel in den Playouts gegen die Volleyball Academy aus Zürich. Nach einem guten Beginn und der 1:0 Satzführung konnte das Heimteam den Druck nicht aufrechterhalten und gab die Partie aus den Händen.

Raiffeisen Volley Toggenburg startete ansprechend in die Begegnung und zeigte im ersten Satz zunächst die variablere und mutigere Offensive. Zwar geriet die Annahme mehrmals ins Wanken, doch die Zürcherinnen leisteten sich ebenfalls zahlreiche Eigenfehler. Davon konnte das Heimteam zunächst auch profitieren. Vor allem Heba Sól Stefánsdóttir überzeugte in dieser Phase mit wirkungsvollen Abschlüssen. Der erste Satz ging mit 25:21 an die Wattwilerinnen, weil sie die Fehler der Gegnerinnen auszunutzen vermochten.

In der Folge packten die Gäste gute Services aus ihrem Repertoire aus und machten so Druck von Beginn weg. Mit zunehmender Spieldauer bekundete das Heimteam tatsächlich immer grössere Mühe in der Annahme. Der Spielaufbau wurde unpräzise, Angriffe endeten häufig im Block oder im Aus. Gleichzeitig reduzierte die Academy ihre Eigenfehler deutlich. Toggenburg wechselte und konnte die Annahme dennoch nicht stabilisieren. Das 18:25 im zweiten Satz war die Folge.

Reaktion bleibt aus
Im dritten Durchgang setzte sich dieses Bild fort. Raiffeisen Volley Toggenburg wirkte unsicher. Besonders am Netz spielte die Academy ihre Grössenvorteile konsequent aus. Dabei war Zürich keineswegs fehlerfrei. Doch selbst bei einfacheren Situationen und guten Chancen gelang es dem Heimteam nicht, Kapital daraus zu schlagen. Es fehlte an Kaltblütigkeit, Entschlossenheit und an der nötigen Klarheit im Abschluss.

Die Vorentscheidung fiel zu Beginn des vierten Satzes. Toggenburg erspielte sich mehrere gute Möglichkeiten, scheiterte jedoch vier Mal in Folge am gegnerischen Block. Statt eines möglichen Vorsprungs machte sich Ernüchterung bei den Wattwilerinnen breit. Die Körpersprache verriet die mentale Stimmung, die Fehler wurden vielfältiger und die Präzision ging verloren. Ein Aufstellungsfehler beendete die Partie zum 1:3 (17:25 im 4. Satz). Die Wattwilerinnen wirkten heute insgesamt unkonzentriert und teilweise fahrig im Auftritt.

Die Academy, die man in der Qualifikation noch im Griff hatte, präsentierte sich stabiler und zielstrebiger. Volley Toggenburg hingegen zog einen schlechten Tag ein. Bereits am kommenden Sonntag bietet sich in der Ruebisbachhalle in Kloten die Gelegenheit zur Reaktion.

Raiffeisen Volley Toggenburg – Volley Academy Zürich 1:3
Sätze: 25:21, 18:25, 17:25, 17:25

Raiffeisen Volley Toggenburg: Theresa Beer, Lia Capraro, Leoni Kunz, Alina Marty, Cara Lewis, Heba Sol Stefansdottir, Viviane Habegger / Cosima Wildberger, Laura Gassmann, Adiva Joseph, Matilda Vollmer; Darija Ilic; verletzt: Jil Joos, Efa Masoura

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