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Toggenburg bietet Lugano die Stirn

Raiffeisen Volley Toggenburg fordert den Tessinerinnen aus Lugano einiges ab. Die Wattwilerinnen schrammen haarscharf an mindestens einem Satzgewinn vorbei. Letztlich machen ihnen aber die Fehlerquote und die instabile Annahme einen Strich durch die Rechnung.

Raiffeisen Volley Toggenburg startet gut und erzwingt bei 3:6 bereits das erste Time-out von Lugano. Dann verkürzt Lugano mit Netzroller und zwei starken Angriffen auf 7:8, stellt gar auf 8:8. Trotz hartnäckiger Gegenwehr kann Lugano dennoch auf 10:8 vorlegen und Eraldo Buonavita von Toggenburg zieht die erste 30-Sekunden-Pause ein. In dieser Phase unterlaufen Raiffeisen Volley Toggenburg zu viele Eigenfehler und die Annahme verliert an Stabilität. Das nutzen die Tessinerinnen aus und legen mit 16:9 und 17:11 vor. Die Annahme bleibt wackelig. Bei 18:11 nimmt Erlado Buonavita sein zweites Time-out. Die Fehlerquote bleibt bei Wattwil zu hoch. Aussenangreiferin Maia Rackel punktet zwar auf 21:14, aber der Vorsprung des Heimteams bleibt bei 22:15. Die präzisen Angriffe bringen die Verteidigung von Toggenburg in Bedrängnis und gleichzeitig sind die Angriffe der Toggenburgerinnen zu zaghaft. Die Fehlerquote tut das ihre hinzu und so schliesst Lugano mit 25:16 den ersten Satz.

Satzgewinn auf Messers Schneide

Der zweite Satz beginnt mit einem Kaltstart mit auffällig vielen Fehlern auf beiden Seiten. 3:3, 5:5, 6:6 lauten die Scores. Ein auf beiden Seiten verkrampftes Spiel in der Palamondo Cadempino, geprägt von Fehlern, mit einem besseren Ende für Lugano bringt das 11:8. Toggi hat Mühe, den Block zu stellen und in der Annahme vergibt das Team, neue Chancen zu kreieren. Beim 14:9 macht Toggi eine Verschnaufpause. Mit Erfolg. Es folgen drei Punkte für Toggi zum 16:12. Toggi kämpft um jeden Ball, aber es schleichen sich zu viele Fehler ein und nehmen den Schwung. 20:16 kann Lugano vorlegen, doch jetzt setzt Toggi zu einem eindrücklichen Finale an und zwingt nach guten Services Lugano bei 20:19 zum Time-out. Wattwil lässt sich nicht abschütteln und gleicht aus 21:21, geht mit 21:22 in Führung. Dann agiert Toggi kurz zu zaghaft und Lugano geht wieder mit 23:22 in Front. Toggi wehrt den ersten Satzball ab und verkürzt zum 24:23. Der zweite Satzball folgt bei 25:24. Wieder Ausgleich zum 25:25. Der dritte Satzball für Lugano bei 26:25. Und wieder abgewehrt zum Einstand bei 26:26, die Gäste halten dagegen und fordern Lugano bis aufs Äusserste. Lugano braucht den vierten Satzball, um mit 28:26 doch noch zu gewinnen

Lugano fackelt nicht

Viel Aufwand muss Toggi betreiben, um zu punkten: Die Annahmen kommen nicht oder sind deutlich zu kurz, daher braucht es viele Wege, um einen Spielzug aufzubauen. 7:5 heisst es und der Block von Lugano steht gleich mehrmals in Folge. Toggi lässt nicht locker. Zwischenzeitlich steht es 8:7, doch Toggenburg tut sich weiterhin schwer in der Annahme – die Services von Lugano wirken nicht speziell – und vergibt sich so seine Chancen. Wattwil verkürzt auf 18:15. Das Pendel schwenkt hin und her (20:16). Doch dann geht es plötzlich schnell und Lugano zieht es durch. Mit einem 25:17 kann das Heimteam auf dem Matchblatt deutlicher abschliessen als die Ballwechsel es effektiv waren.

Eraldo Buonavita zum Match: «Wir sind sehr gut gestartet und liessen nicht locker im zweiten Satz. Mit etwas mehr Wettkampfglück beim 26:28 wäre hier in Lugano mehr drin gewesen. Wir müssen noch lernen, nach einem oder zwei Fehlern wieder zu punkten. Da lassen wir uns im Moment noch zu stark aus dem Konzept bringen.»

Am 31. Oktober ist Toggenburg bei Franches-Montagnes in Saignelegier zu Gast. Alle Spiele der NLA können in der Volleyballarena live mitverfolgt werden (volleyballarena.tv).

Volley Lugano – Raiffeisen Volley Toggenburg 3:0
Sätze: 25:16, 28:26, 25:17

Raiffeisen Volley Toggenburg: Jil Joos, Alina Marty, Laura Gassmann, Nataliya Herasymiv, Josefine Oines, Ema Stikic, Maia Rackel, Alina Morandi; Lara Özdemir, Felicitas Simma. MVP: Maia Rackel

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