NLA - vs. Aarau

Toggenburg gibt Führung aus der Hand

Raiffeisen Volley Toggenburg spielte in der zweiten Qualifikationsrunde erstmals gegen den BTV Aarau in der NLA. Das Heimteam zeigte in einem äusserst spannenden Spiel Nerven und gab gleich mehrmals einen Punktevorsprung noch aus der Hand.

Toggenburg konnte beim ersten Heimspiel gleichzeitig verkünden, dass die lokal ausgebildete Spielerin Cosima Wildberger aus Lichtensteig zumindest teilweise auch diese Saison im NLA-Team von Toggenburg auf der Aussenposition mitspielen wird und erhielt bereits erste Einsatzzeit. Das Nachwuchstalent spielt mit einer Doppellizenz auch bei Glaronia in der NLB.

Im ersten Durchgang verläuft das Spiel bis Mitte Satz sehr ausgeglichen, dann macht Aarau Druck am Service und Raiffeisen Volley Toggenburg kann die ersten Bälle nicht verwerten. So setzt sich Aarau rasch mit 5 Punkten ab und kann den Vorsprung zum 25:18 und Satzgewinn ausbauen.

Starke Reaktion im Zweiten

Im zweiten Durchgang kann das Heimteam reagieren, mit 8:6 geht Toggi in Führung und die Mobiliar Topscorerin Maia Rackel punktet eindrücklich gleich mehrfach über Aussen. Jetzt machen die Wattwilerinnen Druck und gehen mit 11:7 in Führung, was Aarau zum 1. Time-out zwingt. Toggi verteidigt gut, kämpft um jeden Ball und punktet zum 13:8 Vorsprung. Aarau kann die Lücke etwas schliessen und Toggi nimmt bei 13:11 ein Time-out. Doch die Wattwilerinnen machen weiter Druck, legen konstant auf 17:12 vor. So nehmen die Ungenauigkeiten im Angriff von Aarau zu, während Maia Rackel das Score auf 19:14 erhöht. Toggi hält sich Aarau vom Hals und stellt mit einer überragenden Rackel auf 22:17. Beim Spielstand von 24:18 erhalten die beherzt auftretenden Wattwilerinnen den ersten Satzball. Mit 25:21 geht der zweite Durchgang mehr als verdient ans Heimteam.

Baisse mitten im Dritten

Wer kommt besser aus der 10 Minuten Pause? Die Partie ist nun wieder ausgeglichen – 4:4. 5:5. Wattwil zwingt Aarau beim 10:8 ins Time-out. Dieser Break führt Aarau zu fünf Punktgewinnen in Serie (10:13). Das verunsichert die Toggenburgerinnen und Aarau stellt gleichzeitig den Block. Die Verunsicherung ist auch in der Annahme spürbar. Bei 13:20 nimmt Head-Coach Eraldo Buonavita sein erstes Time-out. Er wechselt in der Mitte, Wattwil blockt zweimal und verkürzt auf 18:22. Da reagiert Timo Lippuner und nimmt für Aarau sein zweites Time-out. In dieser Phase agiert Toggi aber hektisch und muss den dritten Satz mit 20:25 abgeben.

Toggi vergibt Führung

Raiffeisen Volley Toggenburg startet mit 6:1 stark in den vierten Satz. Gute Blocks und clevere, kraftvolle Angriffe begeistern zum 12:6 und dem zweiten Time-out von Aarau. Aarau muss alle Register in der Verteidigung ziehen und Toggi legt dennoch mit 17:13 vor. Das Spiel schwappt nun hin und her, wobei Aarau erstmals ausgleichen kann (18:18). Bei 19:19 gelingen Aarau gleich zwei Servicewinner in Folge zum 19:21. Die Nervosität steigt. Ein Rallye geht noch für Toggenburg aus zum 20:21. Danach machen die Nerven dem Heimteam einen Strich durch die Rechnung. Dazu kommt im denkbar ungünstigsten Zeitpunkt ein nicht gepfiffener Regelverstoss am Netz (Übergriff). Das Team von Buonavita agiert nun zu hektisch und die Ordnung auf dem Feld fällt kurzzeitig aus. So bitter es ist, müssen die Wattwilerinnen den Satz mit 21:25 noch abgeben. «Wir müssen mit diesen Situationen noch lernen, besser umzugehen. Wir haben das Spiel unnötig aus der Hand gegeben», zieht der erfahrene Italiener am Ende Bilanz. Mindestens einen Punkt hätte sich das Heimteam verdient, fanden auch Stimmen unter den rund 300 Fans.

Es folgen nun zwei Auswärtsspiele hintereinander: Am Samstag, 24. Oktober, reist Raffeisen Volley Toggenburg nach Lugano, das mit einer Niederlage und einem Sieg in die Meisterschaft startete. Am 31. Oktober ist Toggenburg bei Franches-Montagnes in Saignelegier zu Gast. Alle Spiele können in der Volleyballarena live mitverfolgt werden (volleyballarena.tv).

Raiffeisen Volley Toggenburg – BTV Aarau 1:3
Sätze: 18:25, 25:21, 20:25, 21:25

Raiffeisen Volley Toggenburg: Jil Joos, Alina Marty, Laura Gassmann, Nataliya Herasymiv, Josefine Oines, Ema Stikic, Maia Rackel, Alina Morandi; Lara Özdemir, Cosima Wildberger, Felicitas Simma. MVP: Ema Stikic

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